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 Betreff des Beitrags: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuellen?
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 10:27 
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Nastassja hat geschrieben:
Auch wenn vor Jahren Themen über Sex mit Transsexuellen nur unter vorgehaltener Hand (denn Mann könnte ja schwul oder bi sein) besprochen wurden, hat sich die Einstellung der Öffentlichkeit, nicht zuletzt auch durch die immer stärker werdende Medienpräsenz von Transsexuellen im Alltag, wesentlich verändert.
Bist Du Dir wirklich so sicher, das sich die Einstellung der Öffentlichkeit geändert hat? :roll:

Es wird doch nirgends so viel gelogen wie in den Medien, gerade wenn es um die "Schwachen und Ausgegrenzten" in der Welt geht. Es ist auch nicht jeder ein gelernter Schauspieler, das er seine wahren Emotionen bei einem Thema grandios verstecken kann. Je nachdem, welch Sender mich da fragen würde, ich würde abblocken. Denn auch wenn ich im Alltag bereit bin zu meiner Partnerin zu stehen, es geht aber die große Weltöffentlichkeit nichts an.

Wenn ich ganz ehrlich bin, so viele Berichte über Transsexuelle im Alltag habe ich nicht gesehen und die wenigen sind für mich meistens Trauerbeispiele gewesen oder es waren einfach nur Schwule in Frauenkleidern. Denn da sah ich dann keine natürlich wachsende sondern nur extrem gekünstelte Weiblichkeit.

Ich freue mich für jede, die es wirklich und wahrhaftig geschafft hat, sich in der Masse der Frauen zu behaupten, ohne sich auf die Vergangenheit beziehen zu müssen. Es ist umso schöner, wenn sie dies schafften, in dem sie Freunde und Familie nicht verloren. Aber das sind wohl auch nicht allzu viele.

Natürlich gefallen auch mir nicht alle Schubladen, in die ich gesteckt werde. Aber immer wenn ich ruhig darüber nachdenke, sind sie oft genug der Wahrheit näher, als ich anfangs zugeben wollte. Die Schubladen können wir nur neu benennen, wenn wir Einfluß auf Sozial- und Sexualwissenschaften nehmen.

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 Betreff des Beitrags: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuellen?
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 11:17 
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Aus der Partnerschaftsbereich-Umfrage heraus erlaube ich mir, eine interessante Frage von "Abchecker" über die Veränderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Transsexuellen in diesem Thread fort zu führen.

Den Link zum ursprünglichen Thema findet ihr hier:

viewtopic.php?f=25&t=20016&start=10


... Nasty

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 11:42 
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Ja ich bin mir sicher, dass sich die Meinung der Öffentlichkeit über oder zu Transsexuellen geändert hat und sich auch noch mehr ändern wird.

Es mag sicher stimmen, dass die Medien nicht immer objektiv über dieses Thema berichten, doch ist es auf jeden Fall so, dass große Masse der Bevölkerung überhaupt darauf aufmerksam geworden ist, dass Menschen den transsexuellen Weg von einem Geschlecht zum anderen gehen.

Die Art und ebenso das Schicksal der dargestellten Personen halte ich hingegen nicht für repräsentativ, denn bei nicht wenigen Fällen fällte es im Nachhein nicht mehr auf, dass das Geburtsgeschlecht mal ein anderes war.
Um hier ein objektives Bild über Transsexuelle und deren Werdegang wiedergeben zu können, dürften Medien nicht nur alte Produktionen, welche teilweise schon fast 10 Jahre alt sind, zurück greifen und müssten ebenso seriöser berichten.

So wie in vielen anderen medizinischen Bereichen hat sich auch hier sehr viel geändert - es gibt neue und vor allem bessere OP-Techniken für Transsexuelle, Betroffene können sich gerade durch das Internet wesentlich besser informieren und ihren Weg weitaus früher beginnen, was auch für die körperliche Veränderung wesentlich besser ist.

Das Thema ist im Grunde genommen ähnlich wie bei Shemales oder Transsexuellen, welche im Paysex- oder im Pornobereich arbeiten.
Menschen orientieren sich oft fälschlicher Weise zu sehr an krassen Schilderungen negativer Darstellungen - die größere und weitaus positive Menge wird dabei jedoch außer acht gelassen.

Früher wurde bei Transsexuellen oft in Verbindung über Tunten gesprochen und wohl kaum ein Mann konnte öffentlich zugeben, dass er einen Faible für diese Personengruppe hatte.
In der Gegenwart wird sich viel öfters und ebenso offener über derartige Themen ausgetauscht und das finde ich zum Beispiel einen riesen Schritt nach Vorne.

.. Nasty

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 11:57 
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Ich kann in meinem eigenen Umfeld nur das wahrnehmen, was sich mir zeigt und wahrhaftig offenbart. Da gibt es Leute denen fällt es auf - sie sind neugierig und im Unterton dabei nicht gehässig, denen stehe ich auch gerne Antwort. Andere äußern sich einfach nicht und da sage ich auch nicht zu. Diejenigen, die einen offenen Konfrontationskurs wagen, von denen kann ich mich ruhigen Gewissens trennen.

Manipulative Menschen habe ich nun viele erlebt. Im Grunde gibt es keine wirkliche Offenheit. Denn in vielen Fällen ist es ja auch eine gutgemeinte "Weiße Lüge", mit dem Deckmäntelchen des Ich-will-Dir-nicht-wehtun. Das auch dort so mancher Schuß nach hinten losgeht, weil man Menschen so auch nicht hilft kleine Eigenarten zu hinterfragen und zu ändern.

Weil das halt so ist, lügen wir Kinder, Partner, Kollegen und all die anderen immer irgendwie an. Schon so manches Mal auch nur, weil wir keine Lust auf eine fruchtlose Diskussion haben, wo eh keiner bereit wäre von seiner Position abzuweichen. Oder eben auch weil wir ein Bild wahren wollen, was wir eigentlich nicht ausfüllen können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 13:15 
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ABChecker hat geschrieben:
Oder eben auch weil wir ein Bild wahren wollen, was wir eigentlich nicht ausfüllen können.



Stimmt und genau deswegen stellen sich Menschen auch gerne so dar, wie sie wären, jedoch nicht sind - dies insbesondere in der virtuellen Welt des Internets.

Bloß keine Fehler und keinen Makel zugeben, es könnte dem Anderen ja ein Vorteil sein!

Was glaubst Du, wie viele wir gerade dieser Personen - egal ob im geschäftlichen, als auch im privaten Umfeld in der Vergangenheit kennen lernen durften?

Tja dumm nur, dass solche Konstrukte in den seltensten Fällen auf Dauer stand halten und man nach einiger Zeit merkt, dass es gerade solchen Menschen sehr an Authentizität fehlt und sie oft nur irgendein Vorbild oder Ideal hinterher leben?
Doch wie heißt es so schön "Wer in die Fußstapfen anderer tritt, der hinterlässt keine Eigenen!"


Zurück aber zum Thema, denn auch hier spielt das Thema Authentizität eine nicht ganz unerhebliche Rolle.

So denke ich zum Beispiel, dass ein transidenter Mensch, welcher sich mit seiner "Vergangenheit" auseinander gesetzt hat und akzeptiert, dass diese immer ein Part von ihm und seinem Wesen sein wird, ganz anders rüber kommt, als ein Mensch, welcher vor sich selbst weg läuft und irgend einem "Schönheitsideal" hinterher eifert, welches er allein schon aufgrund seines Alters nicht erreichen kann.

Und das Komische dabei - gerade erstgenannte Gruppe von Transsexuellen fällt in der Öffentlichkeit weitaus wenig auf und lebt in der Version Mann-zu-Frau-Transsexuellen ebenso wesentlich unerkannter.
Ganz im Gegenteil sogar, denn wenn diese publizieren würden, dass sie eine männliche Vergangenheit haben, würde es ihnen keiner glauben wollen - denk an zum Beispiel an einige prominente Beispiele wie Miriam Riviera oder Mary.

Sicher ist das nur ein kleiner Teil - im Umkehrschluss muss man aber auch zugeben, dass der große Part der anderen ganz normal Lebenden nicht im geringsten das Bedürfnis haben, vor die Kamera zu treten und sich darzustellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 13:55 
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Ich finde dieses Thema sehr realistisch von ABC dargestellt- es herrscht sehr häufig eine Pseudo-Toleranz..solange es sich in den Medien abspielt, ist alles in Ordnung aber wehe es greift ins private Umfeld über...und viel zu vieles geht eben doch über die Optik..nicht auffallen und in der Masse untergehen..hat das etwas mit Toleranz zu tun? Viele, die optisch vielleicht nicht ganz so feminin wirken, fühlen sich teilweise viel stärker als Frau und leiden dementsprechend mehr..von einem normalen Leben sind wir -bis auf wenige Ausnahmen- immer noch weit entfernt..



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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 14:07 
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Sex mit Transsexuellen wird spätestens seit der Genderrevolution sicher nicht mehr für so pervers betrachtet. Da muss man den Schwulen und Lesben irgendwie dankbar sein. Dennoch hat Mann, das zeigt sich auch hier, mit den gesellschaftlichen Definitionen ein Problem, denn eine Pre-OP-Ts ist ja eine Frau. Das stimmt ja auch insoweit.

Doch wenn ich bedenke, wie viele hier eine Post-Op-TS nicht mehr anreden würden (vorausgesetzt sie wissen es)? Da fehlt doch das Lieblingsspielzeug ... da kann man auch gleich eine (Bio)Frau nehmen. Da will man mir was von 100 % Heterosexualität erzählen? Leute, die dermaßen kompromissbereit sind, wenn der Preis stimmt. Hinweg sind die Wünsche von Weiblichkeit oder Titten ... nein es darf ganz einfach ein Schwanz sein (aber bitte mit Perücke und einigermaßen rasiert). :roll:

So lange Mann mit sich nicht im Reinen ist, sollte man meiner Meinung nach nicht nach privaten Techtelmechteln suchen - schon gar nicht zum austesten. Das hinterlässt am Ende noch unnötig Narben bei den TS.

Da ist der Paysex eine gute und auch "ehrliche" Sache. Wenn es halt nötig ist, dann sagt die TS, die ihn ficken soll, halt "Nein Schatzi, das ist gar nicht (latent) schwul/bi".

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Zuletzt geändert von ABChecker am Samstag 27. August 2011, 19:24, insgesamt 1-mal geändert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 14:13 
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Absolute Zustimmung zu Deinem Posting, ABC! Ich wiederhole mich da gerne und teile Deine Meinung!



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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 14:48 
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Das es noch so extrem ist, wundert mich ehrlich gesagt.

Auf der anderen Seite hilft es allerdings auch, dass überhaupt in der Öffentlichkeit, wie zum Beispiel in dieser Community offen angesprochen bzw. diskutiert werden kann.

Im Grunde genommen könnte man daraus schlussfolgern, dass Transsexuelle / Shemales - nennt sie wie ihr wollt zwar ein geiles Spielzeug sind, doch in der Öffentlichkeit nur bedingt dazu gestanden wird.

Bei der Aussage der Post-OP-Transsexuellen stellen sich bei mir allerdings die Nackenhaare nach oben.
Wie ist des denn dann mit all den Frauen, welche eine Total-OP, sprich Gebährmutter oder Eistockentfernung hinter sich haben? Sind das dann auch Frauen, wie die Post-OP-Transsexuellen an welchen Männer kein Interesse oder nur ein begrenztes Interesse haben?

Die Umkehrthese würde nämlich dann bedeuten, dass ein Mann, welcher keine Kinder zeugen kann, dann auch kein Mann ist!

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Transsexuell
BeitragVerfasst: Samstag 27. August 2011, 14:54 
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Du weißt für mich ist das kein Thema, denn ich habe kein Problem damit. Denn ich habe mir den Menschen ausgesucht und nicht ein Objekt. Das dann Beziehungen aus ganz banalen Gründen auseinandergehen können, steht auf einem anderen Blatt.

Ich habe mit dieser krassen Aussage nur das wiedergegeben, was ich hier oft genug wahrgenommen habe und hier ist ja schon eine "eingeschworene" :wink: Truppe unterwegs.

Das es Transfrauen in normalen Portalen nicht leicht haben, da gibt es keinen Streitpunkt. Je weniger gut das Passing ist (auch auf Bildern), desto mehr sehen sich viele "genötigt" mit der Vergangenheit hausieren zu gehen. Da bekommt man eben nur die Transenficker und die interessiert halt zu 95 % der Schwanz oder sie haben auf dem normalen Sektor keine Chance und man arrangiert sich.

Mir wurde schon mitgeteilt, das es auch viele Paare gibt, wo beide Trans sind. Auch das ist sicher manchmal aus einer gewissen Notwendigkeit heraus geboren. Der Mensch ist nicht gern alleine und hat auch Bedürfnisse, die er sich nicht alleine erfüllen kann.

Das ist ganz nüchtern betrachtet, ohne böse sein zu wollen. Aber die Realität ist nun mal nicht so rosig, wie in unseren Träumen. Das soll nicht heißen, das man seine Ideale und Wünsche gänzlich über Bord werfen soll. Aber manchmal kann es schöner sein, wenn man mit geringen Erwartungen an das Leben geht, denn umso schöner und positiver kann man überrascht werden.

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