Nach einer deftigen durchzechten Nacht, mit anschließendem Total-Blackout, wachte ich in einer mir total fremden Umgebung auf.
Völlig Nackt im Bett liegend und mit dröhnendem Schädel versuchte ich vergeblich die letzten Erinnerungsfragmente der Nacht abzurufen.
No chance, ich tappte völlig in der Finsternis.
Ein kurzer Blick zur Seite ließ mich aufschrecken, denn das was ebenfalls Nackt neben mir lag war jenseits von Gut und Böse.
Ein etwas, das nach einem gebleichten Flusspferd mit Blonden Haaren aussah und ein Geräuschmix aus Grunzen und Schnarchen von sich gab.
Nun war mir klar dass ich gestern den Vogel abgeschossen haben muss. Nie wieder saufen, dachte ich, niemals wieder!!
Jetzt hieß es nur noch raus aus den Klauen des grauens und weg soweit die die Füße traben, bevor das Monster neben mir aufwacht und
mich ......... nee, nee - soweit wollte ich gar nicht denken..!
Motiviert vom Fluchtgedanken und dem unheimlichen Druck in der Blase folgend stand ich nun auf meinen wackeligen Beinen und suchte meine Klamotten
zusammen, die in einem weiten Radius verteilt waren. Es sah alles danach aus als ob das Monster gestern es kaum abwarten konnte über seine Beute
herzufallen um es zu verschlingen.
Bevor ich mich ans anziehen machte, musste ich nun dringend dem Bedürfniss mich zu entleeren nachkommen, da der Druck nicht mehr zur ertragen war.
Der Ort der Erleichterung war glücklicherweise gleich neben dem Schlafzimmer, so dass mir die sucherei erspart blieb. Angestrengt, um den nun gewaltig herausschiesenden Strahl im Geräuschpegel so gut wie möglich zu begrenzen, um das Monster nicht aufzuwecken, fiel mein Blick in den Spiegel.
Ein Schock zog durch all meine Glieder!! Ich blickte in ein völlig zerknautschtes Gesicht mit einer herunterhängenden Schnur aus dem rechten Mundwinkel.
Ein Gefühl-Mix aus Entsetzen und Verzweiflung fiel über mich ein und ich fing an zu Beten:
LIEBER GOTT, LASS DAS BITTE, BITTE EIN TEEBEUTEL SEIN !!..........